Die Qual der Wahl

Die Qual der Wahl

Kennst Du das auch? Du “musst” oder solltest endlich eine Entscheidung treffen. Du fragst Deinen besten Freund um Rat, vielleicht sogar einen „Speziallisten”, der für diese spezielle Fragestellung qualifiziert ist. Dennoch kommst Du zu keinem befriedigenden Ergebnis. Du schiebst die Entscheidung also wieder einmal auf. Es gibt jedoch einen Zeitpunkt, da wird diese Entscheidung umumgänglich. Du fühlst Dich wie ein Blatt im Wind, wägst jede Entscheidungsmöglichkeit ab und doch weißt Du immer noch nicht was richtig und was falsch ist. Du beginnst schlecht zu schlafen und auch am Tag ist eine latente Gereiztheit Dein Begleiter. Keine Entscheidung treffen zu können, wird zur echten inneren Qual.

Es gibt Menschen, die scheinen genau zu wissen, was sie in ihrem Leben erreichen möchten und steuern dieses Lebensziel konsequent an. Kommt es zu Irritationen im vorgesehen Plan, werden sofort Strategien entwickelt um “wieder auf Kurs” zu kommen. Diese Menschen wirken völlig unabhängig von der Meinung ihrer Mitmenschen und benötigen demzufolge auch keine Ratschläge.

Ganz anders sieht es bei einer zweiten Gruppe von Menschen aus. Sie können sich selten gleich entscheiden, schwanken hierhin und dorthin. Auch langes Nachdenken scheint keine Lösung zu bringen, sie benötigen unbedingt die Meinung ihrer Mitmenschen, scheinen fast abhängig von dieser zu sein. Eine Entscheidung treffen Menschen rational oder emotional, sie richten sich dabei nach vorhanden Wertmaßstäben. Dies ist sicher ein Grund dafür, dass die Aussagen und Meinungen anderer Menschen, wenig bei einer Entscheidungsfindung helfen können. Der innere Zwiespalt, sich nicht entscheiden zu können, wird als massiver Leidensdruck empfunden. 

Es gibt eine weitere Gruppe, die auch erwähnt werden soll. Die ewig Suchenden. Sie scheinen kein Entscheidungsproblem zu kennen. In den meisten Fällen, “treffen” sie auf “Etwas” und entscheiden sich intuitiv meistens dafür. Kontinuität und Beständigkeit hat der gefaste Entschluss oft nicht. Diese Menschen sind extrem begeisterungsfähig, aber auch sehr sprunghaft in ihren Entscheidungen.

Die Qual der Wahl(c) Santalucia Art Inc. - Depositphotos

Nun, auch ich scheine in zwei der Kategorien zu passen. Einen Plan für mein Leben habe ich nicht gemacht, bin einen Schritt nach dem anderen gegangen. Zeigte sich ein neuer Weg, habe ich ihn überprüft und bin ihn, wenn er mit gangbar erschien, gegangen. Entscheidungsprobleme kenne ich dennoch. Während einer Krise, wenn ich ausserhalb meiner Sicherheit und Komfortzone war, fiel es mir schwer eine Entscheidung zu treffen. Das Ergebnis einer Entscheidungen hat nun einmal einen großen Einfluss auf ein Leben.

Was beeinflusst unsere Entscheidungen ?

Menschen fällt es leicht, Entscheidungen des täglichen Lebens zu treffen. Beispielsweise: Was ziehe ich heute an, gehe ich heute oder morgen einkaufen. Dagegen fällt es schwer, Entscheidungen etwa über einen Arbeitsplatzwechsel oder die Beendigung einer Lebensbeziehung zu treffen. Es tauchen Fragen auf, wie: Kann ich die Leistung am neuen Arbeitsplatz “bringen” oder, es fehlt mir in meiner Beziehung etwas Wesentliches, aber – geht es mir in einer neuen Beziehung in der Hinsicht wirklich besser? Deutlich wird, dass Ängste und mangelndes Selbstvertrauen eine Rolle spielen. Die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und mit den aufkommenden Konsequenzen leben zu müssen, ist groß. 

Ich glaube, es gibt ein Grundgefühl, mit denen Menschen geboren werden. Dazu kommen Gefühle, die dadurch entstehen, dass eine bestimmte Erfahrung gemacht wurde. Jedes Ereignis, ob positiv oder negativ, tragen wir zusammen mit dem entsprechenden Gefühl in uns. Die bereits gemachten Erfahrungen beeinflussen jede neue Entscheidung die wir treffen wollen. Gefühle werden bei einer Entscheidungsfindung jedoch nach Möglichkeit ausgeblendet und nach rationalen, logischen Beweggründen gesucht. Ein Handeln ausschließlich unter dem Einfluß des Verstandes ist jedoch unmöglich.

Bereits gemachte Erfahrungen beeinflussen also eine neue Entscheidung, jetzt wird noch einmal mehr deutlich, warum andere Menschen keine guten Ratgeber sein können. Sie können “nur” auf ihre eigenen Erfahrungen zurück greifen und Entscheidungsempfehlungen sind durch die “Brille” des Ratgebenden gefärbt.

Menschliche Erfahrungen sind mit inneren emotionalen Bilder eng verknüpft. Erinnern wir uns an einen schönen Urlaub, taucht das Meer oder der Gipfel eines Berges vor unserem geistigen Auge auf und hinterlässt ein Gefühl und ein inneres Bild zurück. 

Ebenso kann sich ein Moment des großen Schreckens, ein traumatisches Gefühl im Menschen verankern. Auch diese Schreckensmomente sind mit Bildern verknüpft und werden tief im Inneren (manchmal unbewusst) “versteckt” und bedienen sich gern eines Triggers um ans Licht zu kommen.  

Wie kommt man aus einer Gedankenachterbahn herraus?

Wenn ein Mensch zu mir kommt, der eine Entscheidung treffen möchte, arbeite auch ich gern mit inneren Bildern. Ich habe die Möglichkeit für meinen Klienten eine schamanische Reise zu machen und das Ergebnis meiner Reise im Anschluß zu erzählen. Dabei bin ich im Vertrauen darauf, dass “meine Geister” mir die “richtigen Bilder” für meinen Klienten geben. Beim Erzählen meiner schamanischen Reise entstehen in meinem Klienten Bilder die helfen können, eine Entscheidung zu treffen.  

Für mich ist das Mittel der ersten Wahl jedoch, wenn ein Klient das schamanische Reisen selbst erlernt. Er erhält so eigene, heilende Bilder und hilfreiche Antworten aus der geistigen Welt. Er bekommt von seinem geistigen Verbündeten, der einen tiefen Einblick in die Seele “seines Menschen” hat, die beste Unterstützung. Vorhandene, negative Bilder der Vergangenheit werden dabei sozusagen “überschrieben” und verlieren ihre Macht bei einer Entscheidung.

Eine andere Möglichkeit ist es, eine Dilemma Aufstellung durchzuführen. Dabei nutze ich die Kraft von Bäumen. Ich verknüpfe die Qualität einer bestimmten Baumart mit den zur Verfügung stehenden Entscheidungsmöglichkeiten. Zukunft’s-Szenen mit Gefühlen und Bildern entstehen bei jedem Standort. Hieraus entsteht eine Tendenz, die zu einer Entscheidung führt.

Warum fällt Vergeben so schwer?

Warum fällt Vergeben so schwer?

Im alltäglichen Miteinander von Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen, Nachbarn kommt es nur zu leicht zu größeren und kleineren „Verletzungen”. Ein erstes Gefühl, das in Menschen ausgelöst wird, ist: Sich mißachtet, betrogen und hintergangen zufühlen. Gefühle von großer Enttäuschung münden in Wut oder Trauer. Sie verbleiben in der Erinnerung, sind umgeben von Ablehnung und Schuldzuweisungen. Sie kreisen im Gedankenkraussel des Hamsterrades, bis hin zu Rachegefühlen und einem Wunsch nach Vergeltung. 

Verbleiben die Gedanken über die Kränkung einen zu langen Zeitraum im Dasein, sind sie in der Lage, Lebensfreude zu nehmen und krank zu machen. Das innere Gleichgewicht ist gestört. Die daraus resultierenden typischen Krankheitsbilder sind: Anspannung, Erschöpfung, Magenschmerzen, Bluthochdruck, Rückenschmerzen. Ein Zitat lautet: Wenn die Seele weint, spricht der Körper: „was tun, damit die Seele wieder lacht“? 

Eine Wunde am Körper wird zunächst gereinigt, mit Arznei versorgt, worauf ein Wundverband erfolgt. Über die Wunde bildet sich Schorf, unter dem die Verletzung ausheilt, sodass der Verband nach kurzer Zeit überflüssig wird. Auch eine emotionale Verletzung kann ein „Trauma“ auslösen und benötigt Zeit, Zuwendung und Pflege. Aus der eigenen Tiefe heraus heilt die Wunde. Mit einem ausreichenden Abstand zum Geschehen, wenn die Versorgung abgeschlossen ist, sollte die Situation mit dem “vermeintlichen Peiniger“, reflektiert werden.  

Durch eine Rückschau auf ein entstandenes, verletzendes Verhalten kann erkannt werden, dass dieses  aus einer angespannten, verzweifelnden Situation heraus entstanden ist. Der Gekränkte nimmt das Verhalten, jedoch in der Regel auf sich personenbezogen wahr.

Hand reichen(c) Trescaminos - Fotolia

Eine konfliktgeladene Situation, die mit unachtsames Verhalten einhergeht, kann vergeben werden. Dies bedeutet nicht, dass man dieses Verhalten gutheißt. Insbesondere dann, wenn durch ein Verhalten Angst oder Gewalt ausgelöst wurde. Diese aufgetretene Situation muß kein zweites Mal erlebt werden, besonders dann, wenn ein Mensch keine Impulskontrolle hat.

Vergebung ist gesunder Eigennutz, mit erfreulicher Weise positiven Auswirkungen auf Kosmos und Karma. Sie vergeben anderen, damit es Ihnen besser geht und nicht, weil Sie ein „erleuchteter“ Mensch sind. Hilfreich sind schamanische Rituale, die dem Bewusstsein helfen, sich zu verändern und sich reinen Herzens mit der kosmischen  Ordnung in Einklang zu bringen.

Zwei Freunde in der Wüste

Zwei Freunde, Roban und Dimos, wanderten in der Wüste. In der Mittagshitze kam es zum Streit um die korrekte Richtung. Im Eifer des Gefechts schlug Roban seinem Freund Dimos ins Gesicht. Entsetzt starrte dieser den Schläger an und zog sich für einige Minuten zurück. Als Dimos wiederkam, nahm er einen Stock und schrieb in den Sand: “Mein Freund Roban hat mich ins Gesicht geschlagen.” Danach gingen sie weiter.

Nach mehreren Stunden kam Dimos auf Treibsand und drohte zu versinken. Roban warf sich auf den Boden und befreite ihn unter enormer Anstrengung aus dem tiefen Sand. Für einen Moment sah es so aus, als ober er selbst mit reingezogen würde.

Nachdem Dimos wiederum festen Boden unter den Füßen hatte, ging er zu einem großen Felsen. Er entnahm seinem Rucksack einen Meißel und schlug die folgenden Worte in den Stein: “Heute hat mir mein Freund Roban das Leben gerettet.”

Kopfschüttelnd beobachtete Roban, was Dimos dort trieb. “Warum hast du meinen Schlag ins Gesicht von heute Mittag in den Sand geschrieben, die Rettung aber in den Stein gemeißelt?”

Dimos lachte: “Ganz einfach, Freund Roban. Wenn mich jemand verletzt, schreibe ich es in den Sand. Der Wind sorgt schnell dafür, dass dieses Vergehen rasch nicht mehr zu lesen ist. So soll es auch in meinem Geist sein. Genau umgekehrt verfahre ich mit den guten Taten. Diese sollen möglichst lange in meinem Gedächtnis haften. Darum meißele ich sie in Stein.”

©Text:  Zwei Freunde in der Wüste: Verfasser unbekannt 

Wunder(n)

Wunder(n)

Der Blick auf einen leuchtenden Sonnenaufgang lässt in Menschen ein warmes Gefühl aufsteigen. Die elementaren Kräfte beim Anblick auf eine Berg-Gipfelkette oder die unendliche Weite eines Ozeans, haben einen ureigenen Einfluss auf das innere Wohlgefühl. Diese Naturschauplätze sind bekannt und werden allgemein nicht als „Wunder” angesehen. Sie sind mit Materie verknüpft, gegenständlich, konkret und ein alltägliches gewöhnliches Ereignis. 

Ein Seminar durch eine Anzeige im Internet oder per Email bekanntzugeben, ist ebenfalls ein alltägliches Mittel. Das Internet ist ein riesiges Datennetzwerk, das aus vielen Tausenden von miteinander verbunden Rechnern besteht. Um das Internet nutzen zu können, ist wieder Materie notwendig um etwas zu bewirken. Zu einem „geheimnisvollen“ ungegenständlichen Ereignis zählt es hingegen, einen geliebten Menschen durch das senden von Gedanken einzuladen. 

Willenskraft beschreibt das Verwirklichen von Vorstellungen in die Realität durch Handlungen. Betrachtet man die Komplexität des Gehirn, ist es absurd zu behaupten, man wisse, wie das Gehirn funktioniert. Die Psychologie hat in über hundert Jahren ihres Bestehens zahlreiche verschiedene Erklärungsmodelle über die Gehirnfunktion entwickelt. Ein Wunder könnte man einfach so zusammenfassen: Bei Wundern kann Gegenständliches durch Ungegenständliches bewirkt werden. 

 

Wechselseitig können Gegenständliches auf Ungegenständliches wirken

– Wenn eine Waagschale durch das Auflegen eines Gewichtes zum Sinken gebracht wird – ist das ein Gegenständliches Ereignis. 

– Wenn jemand vom Baum fällt und sich ein Bein bricht, ruft der gegenständliche Bruch, ungegenständlichen Schmerz hervor.

– Wenn ein Märchen erzählt wird, kann der Inhalt erfreuen oder betrüben. Ungegenständliches bewirkt Ungegenständliches.

– Wenn jemand durch die Überzeugungskraft eines Wortes dazu gebracht wird, mit Genuss eine Kartoffel für einen Apfel zu essen, wirkt Ungegenständliches auf Ungegenständliches

Für die meisten Menschen ist dieses Erklärungsmodel jedoch unbefriedigend bei der Antwortfindung – was ein Wunder ist. In der Regel werden Ereignisse als Wunder bezeichnet, die durch das Eingreifen von Gottheiten oder durch übersinnliche Kräfte hervorgerufen werden. Ein Entwicklungsverlauf über ein Geschehen, das unerklärlich scheint, löst Erstaunen und Verwunderung aus. Demzufolge bezeichnet ein Wunder etwas Erstaunliches und Außergewöhnliches, das der menschlichen Vernunft und Erfahrung, sowie den Gesetzmäßigkeiten der Natur (scheinbar oder tatsächlich) widerspricht. In alten Zeiten waren Ereignisse wie Blitz und Donner bereits Wunderwerke. 

Wunder

In unserer modernen Zeit, dessen rationales Weltbild geprägt ist durch wissenschaftliche Ergebnisse, werden Wunder oft grundsätzlich bestritten. Wunderglaube wird als Aberglaube betrachtet, die Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder Götter, schließt diese Sichtweise ein. Grundsätzlich werden Berichte über Wunder mit Skepsis betrachtet. Für den rationalen Menschen ist ein „Wunder“ ein Geschehen, das man sich naturwissenschaftlich (noch nicht) erklären kann. 

Im indogermanischen Sprachgebrauch deutet das Wort Wunder auf den Begriff „verlangen“ hin –  ein Wunder wäre demzufolge mit einem „Wunsch“ verwand. Zur Wintersonnenwende zog ich eine Orakel Karte mit dem Text: Ich wähle das Wunder – das Wunder wählt mich.  Wie wunderbar  !

Bildquelle: © Fotolia/mwstudio2

 

Rabenmütter

Rabenmütter

Als Rabenmütter werden Mütter benannt, wenn durch diese Bezeichung zum Ausdruck gebracht werden soll, dass sie sich zu wenig um ihre Kinder kümmern und auch sonst wenig mütterliche Qualitäten haben. Als Rabenmütter gilt auch, wer sein Kind zur Adoption freigibt, dem Beruf zu viel Zeit und Energie widmet und hierdurch der Verdacht entsteht, dass die Mutter zu häufig abwesend ist und ein Kind nur unzureichend Nähe erhält und dadurch vernachlässigt wird.

Als Gegenstück zur Rabenmutter – gibt es die Gluckenmutter. Die Verhaltensweise der Gluckenmutter ist überfürsorglich, die Kinder sind überbehütet. Kindern von Gluckenmüttern werden auch einfachste Aufgaben abgenommen und ihnen jeder Wunsch erfüllt. Gluckenmütter haben das Bedürfnis, ihre Kinder ständig zu versorgen und beschützen zu müssen, im Extremfall bis zur völligen Überwachung.

Die Gegenüberstellung dieser Beispiele erinnert an Schwarz-Weiß-Sehen. In unserer Zeit ist es weder verwerflich berufstätig zu sein, noch sollte verurteilt werden, wenn die Lebensumstände einer Frau es notwendig machen, ein Kind zur Adoption „frei“ zu geben. Dies kann aus einer großen Verantwortung dem eigenen Kind gegenüber geschehen. Das Verhalten von Gluckenmüttern, kann einen ganz persönlichen Ursprung haben, der sich aus der Lebensgeschichte der Mutter heraus ergibt oder am vorhanden Umfeld, der vorhandenen Lebenssituation, der unbeurteilt bleiben sollte.

Rabenmütter

Anders als mitunter angenommen, werfen Raben ihre Jungen nicht aus dem Nest. Die jungen Raben verlassen jedoch vor Erlangen der Flugfähigkeit aus eigenem Antrieb das Nest. Nach dem Verlassen halten sie sich am Boden auf, wirken unbeholfen und es mag der Eindruck erscheinen, sie seien zu früh sich selbst überlassen worden. Tatsächlich werden die Jungvögel noch einige Wochen lang von ihren Eltern gefüttert und vor Feinden gewarnt. Als Schimpfwort und Metapher verliert der Begriff Rabenmutter gänzlich ihre Berechtigung. In Mexiko bezeichnet man mit dem Wort Mama Cuervo ebenfalls eine Rabenmutter. Diese stellt das Positive ihrer Kinder in den Vordergrund und ist äußerst liebevoll.

Bildquelle: © Fotolia/ShannoK

Gleichgewicht

Gleichgewicht

Im Radio konnte man vor kurzem folgende Nachricht hören. Die Techniker Krankenkasse gab nach einer Umfrage Informationen zur Krankheitsentwicklung in Deutschland bekannt. Stress gehört demzufolge in Deutschland mittlerweile zu den größten Volkskrankheiten. Befragte, gaben als Grund für ihren Stress: den Job, den eigenen Anspruch und viele Termine in der Freizeit an. 

Im Geschäftsleben sind folgende Schlagworte allgegenwärtig: Kompetenz, Strategie, Konzept, Struktur, Konstruktivität, Effizienz, Kommunikationsfähigkeit, Ressource, Engagement, Zielorientiertes Vorgehen. Firmen erwarten von ihren Mitarbeitern, dass diese Begriffe im Berufsalltag „umgesetzt“ werden. Im Berufsleben scheint es ein notwendiges „Übel“ zu sein, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, unabhängig vom Wohlbefinden des Einzelnen. Das der eigene Anspruch hoch ist, wird oft in der Kindheit angelegt. Eltern fordern ihre Kinder zum Lernen auf, damit gute Noten erreicht werden um die Voraussetzung für einen guten Start ins Berufsleben zu erhöhen. Das Leistungsprinzip der Gesellschaft fügt sich in dieses Bild. Ganz im Sinn einer materialistischen Wertskala. 

So manch einem wird wenig bewusst, wie vollgepackt die Freizeit mit Aktivitäten ist. Der Verfassung des Gemütes wird erst dann Beachtung geschenkt, wenn Menschen bei den kleinsten Vorkommnissen unangemessen reagieren. Die Nerven sind überreizt und es braucht nicht viel, um aggressiv zu reagieren. Die Kraftreserven gelangen langfristig in einem Tiefstand. Fortwährender Kummer, Zorn, Unzufriedenheit, Misstrauen beeinträchtigen ein zufriedenes, selbstbestimmtes Leben und untergraben die Gesundheit. Wenn es Menschen auf der geistig, seelischen Ebene schlecht geht, ist die Gefahr groß, dass sie erkranken. Im Umkehrschluss kann ein Mensch gesund werden, wenn der Geist und die Seele sich wohl fühlen. Der Weg in ein gesundes Leben ist ein Prozess, der auf der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene gestaltet wird. 

Wer sein Gleichgewicht im Leben (wieder)finden will, muss zunächst dem eigenen körperlichen Zustand Beachtung schenken. Es ist wichtig, einen Ausgleich zu finden zwischen der Arbeitszeit und Ruhezeit, damit der Geist und damit die Nerven zur Ruhe kommen. Es ist wichtig, dass in der freien Zeit die Möglichkeit besteht, neben Aktivitäten innezuhalten, um in sich Selbst nach den eigenen Bedürfnissen zu forschen. 

Räume zu finden, in denen die Anspannung des Alltags Entspannung und einen AusGleich erfahren, sind für die eigene Gesundheit unerlässlich. Begleitende, friedvolle Gedanken und eine innere Einstellung, in der Gefühle von Glauben, Hoffnung und Liebe einen Nährboden finden, sind dabei gesundheitsfördernd.

Bildquelle: © Fotolia/rangizzz

Schwarze Schafe

Schwarze Schafe

Den meisten von uns sind sie bekannt, in vielen Familien gibt es sie – “die schwarzen Schafe” der Familien oder Gruppen und jede/r weiß um die Bedeutung dieser Worte. 

Woher kommt die Redewendung – Schwarzes Schaf? 

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Die Wolle von weißen Schafen lässt sich einfacher einfärben, als die eines schwarzen Schafes. Ein Schäfer, der auf die Wolle der ganzen Herde angewiesen war, wurde um einen wichtigen Ertrag gebracht. Schwarze Schafe wurden von der Zucht ausgeschlossen und hatten keine hohe Lebenserwartung, da sie ausgesondert und geschlachtet wurden. Das schwarze Schaf wird in der Herde, durch die Andersartigkeit seiner Eigenschaft, als unangenehm bewertet. 

Schwarze Schafe sind jene Familienmitglieder, die an sie gestellten Erwartungen unberücksichtigt lassen. Sei es, weil sie den Familienbetrieb ablehnen oder Selbstverwicklung in der Kunst oder in einem Handwerk finden. Auf die “schiefe Bahn“ geratene „schwarze Schafe, werden in der Familiendynamik “oft verleugnet“, aus der Gesellschaft abgelehnt und ausgegrenzt. „Schwarze Schafe” orientieren sich weder an sozialen Normen, materieller Leistung oder sexueller Ausrichtung. Das Wort Tabu scheint im Leben und Wortschatz von „schwarzen Schafen“ keinen StellenWert zu besitzen. 

Doch “schwarze Schafe“ übernehmen eine wichtige „Funktion“ in einer Gruppe oder einem Familienclan. Sie übernehmen die Rolle des Aussenseiters, der die „Funktion der Andersartigkeit“, die sprichwörtlich und offensichtlich im Dunkel liegt. Das schwarze Schaf „trägt” die dunkle Energie eines Gruppenverbundes, damit unangenehmes DaSein der verbleibenden Gruppe „strahlen” kann. 

Ich danke den schwarzen Schafen für die „Rollen“, die sie auf der Erde erfüllen und wünsche allen schwarzen und weißen „Schafen“ ein erfreuliches, neues Jahr.

© Bildquelle: © Fotolia/majo1122331

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