Nordische Magie

Nachlesen – die verborgenen Fäden des Schicksals

Das Jahr 2024 ist da, und wie üblich beschäftigen sich viele Menschen zum Jahreswechsel mit verschiedenen Gedanken. Fragen nach Gesundheit, beruflicher Zukunft, Partnerschaft, Zufriedenheit im Leben und dem Umgang mit Verzweiflung sind allgegenwärtig. Gleichzeitig tragen Gedanken über die Weltsituation, Kriege, Hunger, Armut und die Ausbeutung von Menschen und der Natur nicht unbedingt zu einem Gefühl von Sicherheit bei. Am Silvesterabend befragen wir gerne ein Orakel nach Antworten auf Fragen des Schicksals. Doch was verstehen wir eigentlich unter Schicksal und wie gehen wir mit “schweren Schicksalen” um?

Schicksal ist ein Konzept, das sich auf die Vorstellung bezieht, dass das Leben und die Ereignisse darin vorherbestimmt oder von übernatürlichen Kräften oder höheren Mächten gelenkt werden. Es ist eine Idee, die in vielen Kulturen und Religionen existiert und verschiedene Interpretationen hat.

Für manche Menschen bedeutet Schicksal, dass alles im Leben vorherbestimmt ist und dass wir keine Kontrolle über unsere eigenen Entscheidungen und Handlungen haben. Alles, was passiert, sei es Glück oder Unglück, sei bereits vorherbestimmt und wir können nichts dagegen tun. Diese Sichtweise kann zu einem Gefühl der Hilflosigkeit führen, da man das Gefühl hat, dass man sein eigenes Leben nicht beeinflussen kann. Erleiden Menschen ein Trauma, sei es durch einen Missbrauch oder ein Verbrechen, könnte diese Sichtweise als Ereigniss verstanden werden, das Menschen widerfährt, weil sie es “verdient” haben. Das kann zu Schuldgefühlen, Scham und Selbsthass führen.

Andere Menschen sehen Schicksal als eine Art Führung oder Leitfaden für ihr Leben. Sie glauben, dass es bestimmte Ereignisse gibt, die vorherbestimmt sind, aber dass sie dennoch die Freiheit haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ihr Schicksal mitzugestalten. In dieser Sichtweise kann Schicksal als eine Art “Plan” betrachtet werden, der uns auf unserem Lebensweg begleitet.

Es gibt auch Menschen, die an ein vollständig selbstbestimmtes Leben glauben und das Konzept des Schicksals ablehnen. Sie argumentieren, dass unser Leben durch unsere eigenen Entscheidungen und Handlungen geformt wird und dass es keinen übernatürlichen Einfluss gibt, der unser Schicksal bestimmt. Traumata oder Schicksalsschläge seien Ergebnisse und Faktoren, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, wie beispielsweise Gewalt, Armut psychische Erkrankungen.

Letztendlich ist die Frage nach dem Schicksal eine philosophische und spirituelle Fragestellung, die von verschiedenen Menschen auf unterschiedliche Weise interpretiert wird. Es gibt keine eindeutige Antwort darauf, was Schicksal ist oder ob es überhaupt existiert. Jeder Mensch hat seine eigene Sichtweise und Überzeugungen darüber, wie das Leben gestaltet wird und welche Rolle das Schicksal dabei spielt.

Schamanisches Seminar

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Trauma mit dem Konzept des Schicksals in Einklang gebracht werden können. Eine Möglichkeit ist, dass wir unser Schicksal als eine Herausforderung verstehen, die wir bewältigen “müssen”. Traumata können uns zu starken Menschen machen, wenn wir sie als Gelegenheit nutzen, aus unseren Erfahrungen zu lernen und zu wachsen.

Eine andere Möglichkeit ist, unser Schicksal als eine Chance zu verstehen, etwas zu verändern. Traumata können uns dazu inspirieren, uns für andere Menschen einzusetzen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wir können unsere Geschichte nutzen, um anderen zu helfen, sich zu erholen und ihr Leben wieder aufzubauen.

Letztendlich ist es jedem Menschen selbst überlassen, wie er oder sie Trauma mit dem Konzept des Schicksals in Einklang bringt. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Wichtig ist, dass wir eine Sichtweise finden, die uns hilft, mit den traumatischen Erfahrungen zurechtzukommen und unser Leben wieder aufzubauen.

Wie Trauma als Herausforderung und Chance verstanden werden können

  • Ein Mensch, der in seiner Kindheit missbraucht wurde, wird möglicherweise eine starke Widerstandskraft und einen starken Willen entwickeln, um sich von der Erfahrung zu erholen.
  • Ein Mensch, der in einem Krieg traumatisiert wurde, wird möglicherweise eine tiefe Empathie für andere Menschen entwickeln, die unter Krieg und Gewalt leiden.
  • Ein Mensch, der von einem Partner missbraucht wurde, wird möglicherweise eine starke Motivation entwickeln, sich für die Rechte von Frauen und Kindern einzusetzen.

Es ist wichtig, sich professionelle Hilfe zu holen, wenn man mit den Folgen von Trauma zu kämpfen hat.

Schicksalsgöttinen – die Nornen

Die Nornen sind mythologische Figuren aus der nordischen Mythologie, die oft mit dem Konzept des Schicksals in Verbindung gebracht werden. Die Nornen weben und spinnen das Schicksal der Menschen.

In der nordischen Mythologie gibt es drei Nornen: Urd, Verdandi und Skuld. Urd repräsentiert die Vergangenheit, Verdandi die Gegenwart und Skuld die Zukunft. Es wird gesagt, dass sie am Fuße des Weltenbaums Yggdrasil leben und dort die Schicksalsfäden der Menschen weben.

Die Nornen haben die Macht, das Schicksal der Menschen zu bestimmen und zu beeinflussen. Sie können über das Leben eines Individuums entscheiden, wie lange es leben wird, welche Erfahrungen es machen wird und welche Wendungen sein Leben nehmen wird. Die Nornen sind also eine Art Vermittler zwischen den Göttern und den Menschen und haben großen Einfluss auf das individuelle Schicksal.

In der nordischen Mythologie spielt auch der freie Wille eine Rolle. Obwohl die Nornen das Schicksal weben, haben die Menschen immer noch die Freiheit, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ihr Leben aktiv zu gestalten. Das bedeutet, dass das Schicksal nicht als etwas Unveränderliches betrachtet wird, sondern als eine Kombination aus vorherbestimmten Ereignissen und individuellen Entscheidungen.

Die Verbindung zwischen Schicksal und den Nornen zeigt uns, dass das Konzept des Schicksals in verschiedenen Kulturen und Religionen existiert und auf unterschiedliche Weise interpretiert wird. Es ist ein faszinierendes Thema, das uns dazu anregt, über die Rolle des Schicksals in unserem eigenen Leben nachzudenken und wie wir unsere Entscheidungen treffen, um unser Schicksal zu formen.

In der Hoffnung auf ein positives Lebensgefühl versucht der Geist oft, bestimmte Ergebnisse zu erzwingen. Wenn ein Schicksalsorakel befragt wird, zweifelt man die Antwort vehement an. Vielleicht ist das gut so, denn unsere Gedanken können allein schon den nächsten Moment verändern. In meinem Weltbild schließen Menschen im Himmel “Verbindungen und Vereinbarungen” für das nächste Leben, beeinflusst durch ihren Wunsch nach Weiterentwicklung.

Ich glaube jedoch auch an eine Instanz, sei es eine göttliche Macht oder die Nornen, die maßgeblich für Erfahrungen und Erlebnisse auf der Erde sind. Nicht alles, was uns widerfährt, geschieht in einer “kosmischen Verabredung/Ornung”. Wie wir mit diesen (vielleicht) negativen Erfahrungen umgehen, könnte vielleicht Zufall und Schicksal zugleich sein.

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