Über mich

Angelika . . .  

die – den Winden lauscht, Zaunreiterin, Hag-Sitzerin, Schamanin, Lachsnerin, Spökenkieker, WeiseFrau, Seherin, Heilerin, Zauberin, Priesterin, Hexe, Besprecherin, Närrin, viele BeGriffe – EinTun/EinSein. BeGehrensWerte gelebt, angekommen dort – wo Selbstliebe und Selbstwert aus Wachstum entsteht. 

Schamanin-Angelika Schacht

Vor fast zwei Jahrzehnten begann ich unter dem Namen – Seelenbogen, SchamanenDaSein, Schamanen-Schule, AyurvedaRaum zu wirken. Ich sammelte Lehrer, Wissen, Heilung, Erfahrung, BeSucher und tat mein Bestes um ErFolgreich zu sein. 

Erfreut „war“ ich, als ich ein schamanisches Diplom der Foundation for Shamanic Studies erwarb. Wie groß der Erfolg meiner schamanischen Arbeit ist, bestimmen jedoch meine geistigen Verbündeten. Sie sind die wahren Autoritäten und entscheiden über meine schamanische BeGabung. 

Meine schamanische Arbeit ist geprägt, durch den Kern-Schamanismus nach dem Anthropologen Michael Harner. Kern-Schamanismus ist die Essenz schamanischer Kulturen und basiert auf Praktiken wie sie weltweit bei indigenen Völkern zu finden sind.

Verbunden fühle ich mich dem nordisch/europäischen Schamanismus, der in Sagen, Fabeln, Mythen und Volksmärchen zu finden ist.

Europa ist das Land der Riesen, Zwerge, Feen und Elfen, diesen Kräften fühle ich mich nah und lasse dies in meine Arbeit einfliessen. Es gibt einen Grund, warum Menschen in eine bestimmte Kultur hinein geboren werden, in dieser geschieht Heilung durch die Kräfte heimischen Wesenheiten.

Die größte Erkenntnis meines Weges war, dass Wissen – gelebt werden muss. Alltagsrituale, dass Begehen von Jahresfesten, den Geist des Seins – in Kleinigkeiten zu ErKennen, ist mir ein Bedürfnis. Als ich begann die Natur zu beobAchten, habe ich begriffen, dass alles seine Ordnung und rhythmischen Zyklen hat. Ich durfte erkennen, dass Mensch, Tier, Pflanze und Stein beseelt sind. Die Geheimnisse des Lebens begreifen zu dürfen, lässt mich dankbar und zufrieden sein. 

Immer mal wieder werde ich gefragt, was eine Schamanin eigentlich „macht”? Auf diese Frage antworte ich gern mit einem märchenhaften Bild. Vielen Menschen begegnet im Laufe ihres Lebens der „böse“ Wolf. Der „böse“ Wolf vermag es, wie im Märchen – die Gestalt von Eltern, Geschwistern, Freunden, Partnern, Kollegen anzunehmen und verursacht „Schaden” oder belastende Lebensumstände. Werden diese „Begegnungen” unzureichend „verarbeitet“, reagiert der Körper, die Seele oder der Geist mit einem „Hilferuf“. Diesen Ruf nehme ich wahr und wirke mit schamanischen Methoden, entsprechend des inneren Leides des Klienten, um das innere Gleichgewicht und damit die Zufriedenheit wieder herzustellen.  

Glauben Sie alles, was ich Ihnen erzähle? Ich bin kein hellsichtiger Guru! Ich bin bestrebt, Informationen – die ich aus der geistigen Welt bekomme, in der „Einfachheit“ und Sichtbarkeit (an)zuNehmen – in der sie von den Spirit’s gegeben werden. Dies erhöht die richtige Interpretation einer divinatorischen, schamanischen Reise. Es liegt mir fern, meine Reiseergebnisse mit philosophischen, religiösen oder intellektuellen Schlussfolgerungen zu stopfen. Ureigene Erfahrungen hingegen haben für mich einen hohen, in Wissen und Erkenntnis mündenden Stellenwert. Mein größter Schatz im Säckchen des schamanischen Handwerkszeug ist: das Lauschen, das Mitgefühl, die Verbundenheit und die Intuition. 

Einfachheit ist die freiwillige Beschränkung auf das Wesentliche.   <Andreas Tenzer>

 

Werdegang

Ausbildung Fakultät
Arzthelferin Facharzt für innere Krankheiten
MTG KKH Wilhelmstift Hamburg
Diabetesassistentin DDG DDG Deutsche Diabetes Gesellschaft
Schamanische Ausbildung Lilian Pardun
Seminare / Ausbildung FSS Foundation for Shamanic Studies (Paul Uccusic)
CSC (Certified Shamanic Counselor Harner Method) FSS Foundation for Shamanic Studies (Paul Uccusic)
Dreijahresprogramm in fortgeschrittenen schamanischen Initiationen und schamanischen Heilen von Michael Harner FSS Foundation for Shamanic Studies (Paul Uccusic, Roswitha Uccusic, DI Michael Hasslinger)
Ausbildung zur Ayurveda Praktikerin Villa Veda Hamburg

Meine Weiterbildungen

Veranstaltung Dozent
Naturgeister Seminar Olaf Bernhard
Runen Seminar Dr. Rainer Ternieden
Kunst des Sejd Seminar Dr. Rainer Ternieden
Seidrlieder und Seidr Zeremonie Carolina Visser
Joiken und das natürliche Singen Carolina Visser

Schamanismus ist ein Weg der Bewusstseinsveränderung

Menschen gingen während vieler Jahrtausende diesen Weg. Es ist ein Weg aus der inneren Isolation des Menschen.

Es gibt Menschen, die im Schamanismus ZuFlucht suchen. Oft wollen sie zum Leben früherer Zeiten zurückkehren. Sie versuchen wie Indianer zu leben. Suchen Erkenntnisse und Entwicklung bei Schwitzhütten, Medizinrad und Sonnentanz. Andere „fokussieren” sich auf das Leben von Aborigines im australischen Busch oder weit entfernten Kulturen und suchen Heilung bei ihnen.

Ich glaube, die alten Schamanen strebten nach einem Leben außerhalb von Raum und Zeit und fanden dort Heilung und Antworten auf ihre Fragen.

Das Vielerlei ist von übel 

Manche Heiler beherrschen mehrere alternative HeilMethoden. Aus meiner Erfahrung „zerreisst” die Kraft, wenn man vielerlei macht. Daher ist es sinnvoll und hilfreich, viel im Sinne von kräftig zu machen. Schamanische Heilung hat eine eigene, einzigartige Kraft. Während der Behandlung ist es ausreichend gute schamanische Arbeit zu machen.

Medizinische Tipps, juristische Empfehlungen und Konfliktmanagement erwarten Sie vergeblich bei mir. Braucht ein Klient dies, sende ich ihn zu einem entsprechenden Therapeuten.

Einer meiner Leitsätze ist: Alles hat seine Zeit. Die Zeit der Orientierung, die Zeit der Entwicklung und die Zeit der Erkenntnis. Ich begleite die Seele durch den Raum zur inneren Ordnung und Verbundenheit.

SchamanenSein

Im Einklang  – mit dem natürlichen Rhythmus des Lebens, der Götter und Geister lebend, betrachtet mich meine Umwelt als eine Schamanin meiner Zeit und meiner Kultur.

SchamanenWandlung

Wer eine Trommel hat,
 hat eine zweite Haut.
 Wer einen Schlägel hat,
 hat nur einen Weg. Wer nur einen Helfer hat,
 hat nur einen Weg.
 Wer den Titel Schamane erworben hat, 
kann auch ein Vogel im Flug sein. 

Als ein Adler zu meinem Wappentier wurde, flog ich dahin wie der Wind. Zog mein Schamanengewand an und wurde ein Vogel mit starken Flügeln.

Diese ethischen Regeln sind meine freiwillige Selbstverpflichtung und dienen der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit meinen Klienten in einem schutzwürdigen Verhältnis. 

Ich kenne und berücksichtige den rechtlichen Rahmen meiner Arbeit mit Menschen
  • Ich wähle eine eindeutige und zutreffende Bezeichnung für meine Tätigkeit, die frei von irreführenden Deutungsmöglichkeiten ist.
  • Ich gebe zuversichtlich mein Bestes, verzichte aber auf jedes definitive Heilversprechen.
  • Ich verzichte auf Diagnosenstellung und Verordnungen. Ich stelle weder Rezepte aus noch verordne ich Medikamente.

Ich kenne und akzeptiere die Grenzen meiner Möglichkeiten 

  • Ich bilde mich freiwillig soweit medizinisch fachlich weiter, dass ich wichtige notfallträchtige Symptome erkenne und verstehe, welche Symptome eine klinische Abklärung oder Versorgung unmittelbar benötigen. Im Interesses der Sicherheit meiner Klienten gebe ich diese Behandlungen sofort ab.
  • Ich enthalte mich herabwürdigender Kommentare über andere im Gesundheitswesen arbeitende Menschen.
  • Der Besuch bei mir, ersetzt keine Behandlung bei einem Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten. Sollte ich der Meinung sein, dass ein Besuch bei einem Heilpraktiker, Arzt oder Psychotherapeuten notwendig ist, behalte ich es mir vor eine bestehende Sitzung/Beratung zu beenden.

Ich schütze Klienten, die sich mir anvertrauen 

  • Ich unterwerfe mich freiwillig einer absoluten, alle Informationen umfassenden Schweigepflicht.
  • Ich vereinbare ein angemessenes Honorar vor der Behandlung. (Anhaltspunkt ist der lokale Preis einer Handwerkermeisterstunde als obere Grenze). Ich berechne mein Honorar nicht für eine Heilung, sonder für die von mir aufgewendete Zeit der Behandlung.
  • Ich verzichte auf die Behandlung mir nahestehender Menschen.
  • Ich arbeite nur mit Erlaubnis und auf eine Bitte persönlich Betroffener hin.
  • Ich verzichte auf jede Art von Machtausübung, die die freie Entscheidung eines Individuums missachtet. Auch eine wohlmeinende oder „gerechtfertigte“ Absicht wäre hier Machtausübung.
  • Ich bin mir bewusst, dass die Eigenverantwortung eines Menschen unantastbar und immer erhalten bleibt, auch wenn „andere Wesen“, auch solche aus einer nicht alltäglichen Wirklichkeit, Ratschläge geben oder Forderungen stellen. Diese Art der Informationen müssen von betroffenen Menschen ausdrücklich gebilligt werden. Sie dürfen auch zurückgewiesen werden.
  • Fernbehandlungen sind nur kostenfrei möglich. Ich nehme auch keine „Spenden” dafür an. Sie erfordern einen zuerst vorausgegangenen, persönlichen Kontakt.

Ich behandle Andere so, wie ich behandelt werden möchte 

  • Ich verzichte auf düstere, einschüchternde Andeutungen über Symptome in meiner Arbeit.
  • Ich moderiere Konflikte während eines Lehrgangs nur mit dem Einverständnis aller Beteiligten. Ansonsten schweige ich zu Streitfällen.
  • Ich respektiere die Eigenverantwortlichkeit jedes Menschen und seine Wahrnehmung. Ich vermeide jede Rechthaberei oder Missionierung anderer über religiöse und ideologische Themen.
  • Ich bin jederzeit bereit, auf Nachfrage meine eigenen, spirituellen Wurzeln offen zu benennen.
  • Ich beantworte an mich gestellte Fragen nach bestem Wissen und Gewissen.
  • Ich gebe Auskunft über die Herkunft meines Wissens und meiner ethischen Berechtigung damit zu arbeiten.
  • Ich vermittle Mut und Zuversicht, ohne ernste Probleme zu ignorieren.
  • Ich bin für die von mir behandelten Menschen auch nach der Behandlung erreichbar.

Ich liebe Andere, wie mich selbst

  • Ich arbeite entspannt, denn Heilung ist ein göttliches Geschenk, das ich  einlade und dem ich die Tür öffne. Ob meine Klienten bereit sind für eine Heilung, liegt ausserhalb meiner Verantwortung.
  • Ich sorge für angemessene Regenerationszeiten für mich.
  • Ich bin verantwortlich für mein soziales Umfeld und meine gelebte Spiritualität.
  • Ich verzichte auf Behandlungen, wenn ich selbst ernste Krisen durchlebe.
  • Ich bleibe in Gewissenskonflikten zuerst mir selbst und meinen Grundsätze treu.
  • Ich opfere mich für Nichts und Niemanden auf.
  • Meine Absicht gilt der Förderung sinnvoller Entwicklungen von Menschen und ihren Daseinsbedingungen in allen möglichen Zusammenhängen.

Diese ethischen Leitlinien sind für alle therapeutisch Arbeitenden nützliche Maßstäbe. Qualitätskriterien sind in gesellschaftlich relevanten Bereichen notwendig und üblich. Heilkunde ist ein bedeutender Bereich des gesellschaftlichen Lebens. Diese Leitlinien dienen der Orientierung und dem Schutz von mir und meinen Klient/innen gleichermaßen.

(Angelehnt am (c) Schamanischen Netzwerk Europa)

Großer Geist
der alles umGibt
der überAll ist
dessen Teil ich bin
ich grüße dich und ich danke dir


Ich bin Angelika

Tochter von Anneliese

Tochter von Elisabeth

Tochter von Ida  

Ich danke allen meinen Ahninnen zuvor
.
Mit Verehrung und Achtung schaue ich auf euer Leben
.
Freude erfasst mein Herz in eurem Kreis geboren zu sein.
Ich danke der Erde, dem Himmel und den Elementen
die mich haben werden lassen – was ich sein sollte.
Ich habe meinen irdischen Platz gefunden. 

Schönheit ist vor mir und Schönheit ist hinter mir.
Schönheit ist über mir und Schönheit ist unter mir.
Schönheit zu meiner linken
und Schönheit zu meiner rechten.
Schönheit ist um mich herum.
Ich segne den Augenblick,
ich vertraue dem Leben.
Friede ist in meinem Herzen.                     

 

Schamanische Gemeinschaften und schamanische Strukturen sind in Europa verloren gegangen. Viele „Paradiesvögel“ tummeln sich auf dem “esoterischen Markt”. Ein kritischer Blick ist nötig, um einen für sich passenden schamanischen Heiler zu finden. Eine BeHandlung kann neben Wohlgefühl, ebenso zu schmerzhaften Erkenntnissen führen. Es ist unverständlich, warum sich „hiesige Schamanen“ mit „langen Federn und exotischen Namen“ schmücken und versuchen den Blick fern der Heimat zu lenken. Ein Indiz für gute schamanische Arbeit können sie kaum sein. 

Eine erste wichtige Frage lautet: Ist ein traditioneller Schamane, der sein Volk in seiner Heimat betreut, für (m)eine schamanische Sitzung und (m)ein Anliegen hilfreich? Zu klären ist ebenso, wo der „traditionell arbeitende Schamane“ gelernt hat. Ein von Europäern kurz erhaschter Einblick in die Arbeit traditioneller schamanischer Gemeinschaften, ist skeptisch zu betrachten. Oder ist ein Europäer, der eine umfassende schamanische Ausbildung erhalten hat, für (m)ein Anliegen geeigneter? Eine europäische, schamanische Ausbildung beinhaltet Selbsterlebnisse und Selbsterfahrungen schamanischer Techniken und Rituale.

Ein verantwortungsvoller, ethisch geschulter Mensch wird nach der Ausbildung – zum richtigen Zeitpunkt – Wissen und Begabung anwenden. Eile mit Weile, ist auch nach der Ausbildung ein gutes Konzept. 

Ein schamanischer Heiler sollte neben seiner schamanischen Ausbildung, medizinische Kenntnisse haben, um eine Akut-Situation einordnen zu können. Seit einiger Zeit (be)nutzen Psychologen schamanische Aspekte in ihrer Arbeit. Es gilt zu prüfen, wie weit psychoanalytisches Denken die schamanische Arbeit beeinflusst. Schamanische Unterstützung verlässt professionelle Distanz. Die schamansiche Haltung basiert auf Mit-Gefühl, dies ist ein Widerspruch zur Arbeit der Psychotherapie. 

Schamanische, traditionelle Kulturen geben ihr Wissen als „Geheimwissen“ weiter. Eine Anwendung ihrer Rituale bedarf ihres Einverständnisses. Die Verbindung zum eigenen Volk haben Indios mitunter verloren. Angewendeter, praktizierter Schamanismus und die Bindung zum eigenen Volk machen jedoch traditionelle Schamanen aus. 

Vorsicht ist geboten, wenn Schamanen mit Halluzinogenen arbeiten. Sie werden in traditionellen Gesellschaften nach einer Vorbereitungszeit und strengen Regeln angewandt. In den meisten Fällen setzt sich ausschließlich der Schamane traditioneller Gesellschaften, den Pflanzengeistern aus. Strenge Regeln grenzen die Anwendung von Halluzinogenen bei uns ein. “Schwarze Schafe” gibt es dennoch. Die Pflanzengeister scheinen klug zu sein, denn ihre Wirkung ist bei uns „eingeschränkt”. Die meisten traditionellen Schamanen benutzen keine Halluzinogene. 

Weissagt ein Schamane (ungefragt): Krankheit, Armut und Einsamkeit ist Vorsicht geboten und die Motivation dieser Aussage zu überprüfen. Die AusSagen, ethisch geprägter Heiler werden kräftigend und aufbauend sein. Ebenso hält er sich mit Diagnosen und Verhaltensregeln zurück. Schwarzmagisch arbeitende Schamanen finden sich überwiegend in traditionellen schamanischen Gesellschaften. Dieser Zauber „verfliegt“ und „verflüchtigt” sich nach einiger Zeit von selbst. Europäischen Schamanen ist bewusst, dass sie ihre schamanische Kraft verlieren, wenn sie Schadenzauber anwenden. 

Schamanen sind bodenständig im Alltag und erfahren in Lebensbereichen, wie Beruf und Partnerschaft. Sie setzten ihre Fähigkeiten und ihr Wissen bei Konflikten und Krankheiten ihrer Klienten ein. Für Schamanen existiert das Dunkle neben vorhandenen Lichtgestalten. Sie sind sich bewusst, dass sie der „hohle Knochen“ sind, durch den göttliches Wirken geschehen kann. 

 

Es gibt Gruppen, die nach schamanischen Traditionen forschen. In Sibirien und Asien erleben schamanische Traditionen zur Zeit eine Renaissance. Es gibt Organisationen, wie die FSS, die sich der Bewahrung und Weitergabe schamanischen Wissens widmen. 

In Westeuropa, Australien und Nordamerika arbeitet man anhand archäologischer, anthropologischer und historischer Aufzeichnungen – zur Wiederherstellung des Schamanentums. Substanz, wird in der keltischen Herkunft, Wiccanischen Schamanischmus (moderne Hexerei,) Göttinnenspiritualität, Druidentum, nordischem Schamanismus, Seidr – und anderen „Nachlässen” gesucht, damit eine zeitgemäße schamanische Nutzung erfolgen kann. 

Archäologen entdeckten vor einem halben Jahrhundert in den Pollauer Bergen eine Grabbeigabe, eine Speerspitze und einen Fuchskörper. Der Fuchs galt in Europa, Asien, Nord-, Mittel-, und Lateinamerika als schamanischer Geistführer. Das Grab war eindeutig, das – einer Schamanin. Bis zu diesem Fund galt der Glaube, dass es rein männliche “schamanische Religionsgesellschaften” gegeben hat. 

Familien, in denen bereits Vorfahren Schamanen waren, wird die Fähigkeit Kontakt zur Geisterwelt aufzunehmen, weiter vererbt. Viele schamanische Traditionen beruhen allerdings auf dem Konzept der „Berufung“ durch die „Spirit“s.

Die „Geschichte“ wird von „Siegern” geschrieben und beschreibt mitunter  „halbe Wahrheiten”. Meine schamanische Arbeit bezieht sich deshalb nicht aus einer einzigen, kontinental geprägten schamanischen Vergangenheit. Schamanismus war und ist innovativ. Schamanische Traditionen haben wir nicht mehr (viele), jedoch haben wir Geister. Wir müssen nicht nach Sibirien, Australien, Afrika, Amerika schauen – sie sind vor Ort. Sie „Rufen“ Menschen und zeigen ihnen schamanische Wege. 

Mein „Handwerkszeug“, ist das der Schamanin und wenn jemand mich Schamanin oder schamanische Heilerin nennt, weil es in sein Denkmuster passt – gut. Ebenso könnte jemand sagen, “da ist Eine – die nach Wissen strebt, das Heilung (be)wirkt“.

 

Die SehnSucht des Menschen nach SpiRitualität findet in unzähligen Kategorien ihre Anhänger. Von der Akasha Chronik, Channeling, der 5-Elemente Ernährung, Genesis, Indigo Kinder, Nummerologie, ThetaHealing und Vastu könnte diese Liste bis weit über Hundert ergänzt werden. Einige Menschen glauben, bei indigenen Völkern exotische Spiritualität finden zu müssen. Mit verklärt, romantischen Vorstellungen glauben sie bei Anbietern, besonders gern bei Nativen Americans Zuflucht und Heilung zu finden. Einige dieser Anbieter leben in Europa, andere kommen in Abständen nach Europa um ihre AnGebote „an den Mann“ zu bringen. Viele geben sich als Indianer aus oder behaupten von einem Stamm adoptiert worden zu sein. 

Eine aufkommende Frage ist: Ob sie berechtig sind, Zeremonien ausserhalb ihres Volkes durchführen zu „dürfen“? Eine zweite berechtige Fragest ist, warum derzeit so viele Menschen vom „ältesten ihres Volkes“ den Auftrag erhalten, Zeremonien weltweit zu verbreiten? Indigene Religionen sind an das eigene Volk, die eigene Region und die eigenen Zeremonien gebunden. Die Ein- und Unterweisung ihrer Zeremonien muss „verdient“ werden und wird niemals „verkauft“.

Die Nachfrage nach Schwitzhütten ist groß. Die Schwitzhüttenanbieter sind zahlreich. Fraglich ist, ob es im „Sinn“ indiginer Völker ist, dass in Europa neben dem Besuch einer Schwitzhütte, Qualifikationen zum SchwitzhüttenLeiter vergeben werden. Vor dem Besuch einer Schwitzhütte sollte geklärt werden, ob die Hütte während eines Ganges/Gebetes bei Unwohlsein verlassen werden „darf“. „Autoritätshörigkeit” lässt diese Frage mitunter vermissen. 

Indigene Völker sind die „ersten Bewohner“ eines Gebietes. Viele haben Unterdrückung, Enteignung, Abschiebung ins Abseits und Diskriminierung erfahren. Der Grad, der bis heute andauernden Unterdrückung ist unterschiedlich. Es gilt den Verstand einzuschalten und zu überprüfen, welche Motivation hinter dem „Preisgeben“ ihrer Zeremonien und Ritualen steckt. Zu klären ist, welche Eindrücke beim Erleben von (indigener) Zeremonien auf den Menschen ausgeübt werden und ob der Zeitpunkt für diese Erfahrung angemessen ist. 

Auch die Werbung nutzt den menschlichen Hunger nach einer verklärten Rückkehr zum Leben in der Natur. Sie suggeriert dem Käufer eine bunte, intakte Natur. Auf Milch- und Eierverpackungen sind fröhliche Hühner und Kühe auf grünen Wiesen abgebildet. Inzwischen ist jedem Menschen bekannt unter welchen unwürdigen, industrielle ausbeuterischen Umständen, Tiere leben und sterben. 

Die Augen zu verschließen, zu ignorieren unter welchen Bedingungen Nutztiere „gehalten“ werden, hilft ebenso wenig – wie die rosarote Brille, wenn es um die Lebensumstände vieler indigener Völker geht. Unberechtigt Zeremonien indigener Völker zu benutzen um eine romantische Rückschau auf “Winnetou und Co“ wachzurufen und zu befriedigen, kommt einem Raub gleich. 

Klangvolle, fremdklingende Namen unter exotisch wirkenden Angeboten/Zeremonien sind kein Garant für wirkungsvolles ErLeben. Die Notwendigkeit, sich auf indigene Zeremonien zu fixieren, bleibt mir verborgen. Es gibt einen Grund, warum Menschen in eine bestimmte Kultur hinein geboren werden, in dieser geschieht Heilung durch die Kräfte heimischen Wesenheiten.

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