Seminare

Basisseminar

Das Seminar ist ein Angebot für Menschen, die an der schamanischen Arbeit interessiert sind und erste Erfahrungen mit der nichtalltäglichen Wirklichkeit machen möchten. Weiter lesen…

Schamanisches Singen

Während des schamanischen Singen entsteht durch das Lauschen der Umgebung – ein InneHalten und Nähe. Die achtsame Wahrnehmung erreicht Körper, Geist und Seele.  Weiter lesen…

Seiðrzeremonie

Seiðr  ist eine spezielle, nordische Form der Weissagung des Orakels. Odin ist der einzige männliche Gott, von dem bekannt ist, daß er Seiðr praktizierte, nachdem er von Freya in dieser Kunst unterrichtet worden war. Weiter lesen…

Basisseminar

Voraussetzungen zum Mitmachen: Keine

Das schamanische Basisseminar ist ein Angebot für Menschen, die an der schamanischen Arbeit interessiert sind und erste Erfahrungen mit der nichtalltäglichen Wirklichkeit machen möchten. Die Teilnehmer lernen in einen schamanischen Bewusstseins-Zustand zu gelangen und kommen in Kontakt mit der „nichtalltäglichen Wirklichkeit“. Der Kontakt mit den parallelen Wirklichkeiten wird seit Jahrtausenden im Schamanismus für Heilzwecke und Problemlösungen eingesetzt.

Die von mir vermittelten Techniken basieren auf den Kern-Schamanismus nach dem Anthropologen Michael Harner. Kern-Schamanismus besteht aus weltumfassenden Grundsätzen und Techniken des Schamanismus. Kern-Schamanismus ist die Essenz schamanischer Kulturen und basiert auf Praktiken wie sie weltweit bei indigenen Völkern zu finden sind.

Seminarinhalte sind:


  • Grundlagenwissen über Schamanismus
  • Die nichtalltäglichen Wirklichkeiten kennen lernen

  • Eine Traumreise zur Kräuterkraft erleben 
  • Den eigenen Kraft- und Schutzgeist finden

  • Für diesen einen Trancetanz tanzen
  • Eine rituelle Körperhaltung erfahren
  • Ein Steinorakel befragen
 
  • Für einen anderen Teilnehmer einen Hilfsgeist finden
 
  • Eine spirituelle Lehrerpersönlichkeit in der nichtalltäglichen Wirklichkeit finden
  • Den Reiserhythmus trommeln
  • Ein Heilritual erfahren

Datum: 12.06. und 13.06.2021

Uhrzeit: Samstag 10:00 –  17:00 Uhr, Sonntag 10:00 – 16:00 Uhr
Kosten: € 240  (inclusive Tee, Wasser)
Mittagsimbiss: Biologisch, vegetarisch € 10/Tag (Bitte vor Ort zahlen)
Max. Teilnehmerzahl
 6

Bitte mitbringen: Augentuch, Trommel oder Rassel (wenn vorhanden) Pampelmusengroßen Feldstein. Dicke Socken oder Hausschuhe

Anmeldeschluss: 07.06.2021

Schamanisches Singen

Voraussetzungen zum Mitmachen: Keine

Die Töne beim schamanischen Singen sind wichtiger als die Worte oder eine harmonische Melodie. Das schamanische Singen dient weniger der Unterhaltung, sondern der Möglichkeit sich mit dem besungenem verbunden zu fühlen. Beim schamanischen Singen entstehen im Sänger bedeutungslose Silben in denen Menschen, Tiere und besonders gern Plätze in der Natur besungen werden. Gefühle des Sängers, die er in der Vergangenheit erlebt hat oder von der Zukunft handeln, werden durch den Gesang in die Welt gebracht. 

Ein Schamane kann für seine Sitzungen die Schamanentrommel als Begleitung zum schamanischen Singen anwenden. In alten Zeiten gelangte der Schamane mit Hilfe der Trommel in den schamanischen Bewusstseinszustandes. Während des schamanischen Bewustseinszustandes sang eine der versammelten Frauen, um den Schamanen an seine Aufgabe zu erinnern, sowie seine Seele zurück in die alltägliche Wirklichkeit zu begleiten. 

Wer das schamanische Singen verstehen will, muss sich mit der Natur verbinden. So entsteht im Sänger und bei den Zuhörern die Vorstellung von der Anwesenheit von Menschen, Tieren, Situationen oder Landschaften. Indem man die Natur mit Liedern besingt, gibt man ihr Kraft. Der Sänger kann “die Geschichte” beim schamanischen Singen durch Worte, Gesten, Melodie oder Rhythmus „ergänzen“.  Das Lied ist nur teilweise formatiert, ein Großteil ist improvisiert – es passt sich der jeweiligen Stimmung an. 

Seminarinhalte sind:


  • Reinigen des Kehlchakras 
  • Stärkung des Kehlchakras
  • Lösen von Körperverspannungen
  • Traumreisen
  • Dem Innersten eine Stimme geben
  • Obertongesang
  • Untertongesang
  • Joikgesang
  • Heilender Gesang 

Während des schamanischen Singen entsteht durch das Lauschen der Umgebung – ein InneHalten und Nähe. Die achtsame Wahrnehmung erreicht  Körper, Geist und Seele, sie findet ihren Ausdruck in Tönen, Gesten und Mimik. Schamanisches Singen hat eine heilsame Wirkung auf den Sänger und die Zuhörer. 

Datum: 07.08.2021

Uhrzeit:  10:00  − ca. 18:00 Uhr
Kosten:  € 120 (Tee, Wasser inclusive)
Mittagsimbiss: Biologisch, vegetarisch € 10 (Bitte vor Ort zahlen)
Teilnehmerzahl:  max 6

Bitte mitbringen – dicke Socken oder Hausschuhe. Kleidung/Schuhe dem Wetter angepasst – da wir auch in der Natur sind

Anmeldeschluss: 02.08.2021

Bildquelle: © Edoma – Fotolia

Seiðrzermonie

Seiðr kommt aus der nordisch-schamanischen Tradition. Das Wort kann in seinem Ursprung mit `sed´=`sitzen´ erklärt werden. Seiðr  ist eine spezielle, nordische Form der Devination (Weissagung) des Orakels. Odin ist der einzige männliche Gott, von dem bekannt ist, daß er Seiðr praktizierte, nachdem er von Freya in dieser Kunst unterrichtet worden war. 

Die Völva (Prophetin) wanderte einst von Hof zu Hof und wurde eingeladen. Sie wurde mit höchsten Ehrenbezeigungen empfangen und für ihre Bequemlichkeit gesorgt. Der weiße Seiðr Zauber wird in der Überlieferung den Frauen zugeordnet. 

Im Seiðr  Ritual wird die verhüllte Seherin (völva) mit einem Stab, in erhöhter, sitzender Position  durch Gesang in Trance versetzt und reist in eine ihrer Welten zu den Spirt’s. In einem traceähnlichen, veränderten Bewusstseinszustand unternimmt die Seherin (völva) eine Heilung oder gibt eine Weissagung. Bei der Séance kann ein jeder von seinem Platz zu ihr gehen und sie nach seinem Anliegen befragen. Sie kann aus der Trance heraus sprechen, mit sicherer spiritueller und intuitiver Kraft bringt sie Bilder und Botschaften aus der geistigen Welt. 

Saga von Erik dem Roten (Gründer der ersten skandinavischen Siedlung Grönland’s). Sein Kontakt mit einer Wölva (Stabträgerin), die Seidr praktizierte.

Am Ende des zehnten Jahrhunderts gab es in Grönland eine Hungersnot, Armut und Seuche. Thorkel, ein reicher Bauer lud die berühmte Seherin Thorbjorg ein, die „Spakuna“ (wahrsprechende Frau) genannt wurde. Jeden Winter reiste sie umher, besuchte die Menschen und prophezeite ihnen. Throkel hatte für den Besuch der vornehmen Frau alles bereitet. Ein hoher Sitz war bereitgestellt mit Entendaunen gepolstert worden. Ein Diener wurde gesandt, um sie zu empfangen.

Als die Spakuna (Seherin) erschien, trug sie einen Mantel aus dunkelblauen Tuch der mit wertwollen Steinen bedeckt war. Sie trug eine Kapuze aus schwarzer Lammwolle, die mit weißem Katzenfell gefüttert war und einen Gürtel der Zauberausrüstung enthielt. Sie besaß einen massiven Stab, dessen Spitze mit Messing ausgelegt war. Ihre Schuhe aus Kalbsfell hatten lange Riemen und große Messingschnallen. Ihre Handschuhe waren aus Katzenfell gefertigt und hatten eine weiße und buschige Innenseite.

Thorkel begrüßte sie freudig und führte sie durch das Haus und die Stallungen, um ihr alle Räume, Bewohner und Tiere zu zeigen. Am Abend fand ein großes Fest statt. Die Seherin jedoch schien schweigsam und zurückgezogen. Als Thorkel sie bat, ihm zu prophezeien, erwiderte sie, dass sie eine Nacht darüber schlafen müsse. Am nächsten Tag bereitete man das Seidr vor. Als der Abend nahte, nahm die Seherin auf dem Siedestuhl Platz. Die Spakuna bat die Frauen einen Kreis um sie zu bilden und die Vardlockkur (Anziehen und Binden von Schicksal und Schutzgeister) zu singen. Aber keine von ihnen kannte die Lieder. Dann sagte eine der Frauen namens Gudrid: „Weder bin ich weise in der Zauberei, noch bin ich eine weise Frau, aber meine Amme auf Island lehrte mich Lieder, die sie „Vardlokkur“ nannte. Diese Lieder und was dazugehört, sind solcher Art, dass ich sie als Christin nicht singen kann. Da baten Thorkel und die anderen sie, bis sie schließlich einwilligte.

Die Frauen bildeten einen Kreis um den Siedestuhl herum und Gudrid sang die Gesänge so gut, dass sich keiner der Anwesenden entsinnen konnte, jemals etwas so schönes gehört zu haben. Dann erklärte die Wölva, dass das Lied wohlgesungen sei, die Geister seien alle gekommen um zu lauschen, dass ihnen das Lied gefiele und dass sie nun gehorsam seien. So sprachen die Geiser und sie prophezeite Wohlstand, das Ende der Seuche und des Hungers und eine reiche Heirat für Gudrid. Dann näherten sich die Anwesenden der Seherin und jeder stellte eine Frage. So gut waren ihre Weissagungen, dass kaum etwas anderes eintrat, als sie prophezeit hatte.

Seminarinhalte

  • Einführung in das Weltbild des nordischen Schamanismus
  • Mit Hilfe von verschiedenen Wortsilben bereiten wir unseren Gesang für das Seidr Ritual vor
  • Trommelreisen zu Krafttieren und Göttinnen
  • Aufstellungen 

Gemeinsam werden wir diese besondere, nächtliche Seiðr Zeremonie durchführen. Die anwesenden Frauen können nacheinander den Platz der Völva einnehmen. Die Seherin ist verbunden mit der Energie der feinstofflichen Welt. Sie ist geschützt und getragen vom Kreis der Menschen, die dem Ritual beiwohnen. Seiðr  Lieder geleiten die Völva und haben eine heilende Wirkung auf die Sänger und Anwesenden.

Datum: 27.11.2021

Beginn: Samstag 10:00 –  ca. 18:00 Uhr
Kosten: incl. MwSt € 120  (Tee, Wasser inclusive)
Imbiss: Biologisch, vegetarisch € 10 (Bitte vor Ort zahlen)
Teilnehmerzahl: max. 8
Bitte mitbringen – dicke Socken oder Hausschuhe

Anmeldeschluss 22.11.2021

 Bildquelle: ©  Wikipedia
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