Der menschliche Geist hält ununerbrochen nach Dingen Ausschau und beginnt diese Dinge mit Aufmerksamkeit zu prüfen. Der Geist sortiert diese Dinge und prüft, ob sie wichtig sein können. Ein Fluss von Gedanken durchströmt ständig unseren Verstand. Dadurch fühlen wir uns wie in einem Strudel von Gedanken und Gefühlen – die ein Eigenleben zu haben scheinen. Das Interesse, die Neugier der Betrachtung, lässt meistens dann nach, wenn sich herausstellt, dass uns “diese Dinge” bekannt sind. Die Schönheit einer Erfahrung und des eigenen Erlebens können wir aber nur wahrnehmen, wenn wir sie ohne Erinnerungen, Meinungen und Wertung betrachten. Nur das Jetzt zählt.  

(c) Angelika Schacht

Oft lassen wir uns von den Meinungen anderer Menschen beeinflussten, die uns ihre eigene Sicht der Dinge überstülpen möchten. Sie möchten uns aufgrund ihrer Sichtweise und Wahrnehmung vermitteln, wie die Welt zu sein hat, wie Menschen sich verhalten sollten, was im Leben erreicht werden muss. In solchen Augenblicken fühlen wir uns frustriert, besorgt und bedrückt.

In Augenblicken der Achtsamkeit – auch in schmerzvollen Momenten, bedeutet Achtsamkeit der Gegenwart die ganze Aufmerksamkeit zu schenken. In Momenten der Achtsamkeit zeigen wir Interesse, Offenheit und Akzeptanz. Achtsamkeit zeigt sich durch:

  • Freiheit im Denken
  • Mitgefühl für andere
  • Suche nach Frieden 
  • Austausch in der Gegenwart
  • Ehrfurcht vor dem Leben

Wenn wir diese Inhalte in unserem Leben berücksichtigen und dem Augenblick intensive Aufmerksamkeit schenken, müssen wir unsere bisherigen Erfahrungen und unser Wissen loslassen und eigene Neugier aktivieren. Nichts voraussagen und nichts vorwegnehmen. Ankommen in diesem Leben, in diesem Augenblick. Jeder Augenblick ist etwas Einmaliges und Wertvolles. 

Das Wort acht hat indogermanische Wurzeln. Das chemische Element mit der Ordnungszahl Acht ist der Sauerstoff. In Mythen, Sagen und Märchen hat die Acht eine besondere Bedeutung. Odins Pferd Sleipnir hat acht Beine. Acht Menschen werden in Noahs Arche gerettet. In der ägyptischen Götterlehre herrschen acht Gottheiten als Urkräfte. Die Acht gilt als Zahl der Unendlichkeit. Sie scheint zwei Welten durch Berührung zu vereinen.  

Ich lade dich ein – Achtsam zu sein.

© Bildquelle: © Angelika Schacht
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